Fata Hesenê Khali

Fata Hesenê Khali, geb. 1923 in Fındıqen (Dersim)

„Man hat die Männer gesammelt, irgendwo hingebracht, wir wissen nicht, wohin sie gebracht worden sind. Die Frauen wurden auch zusammengeholt und nach Taptike gebracht. Mit der Frau von Memê Temır und anderen Frauen sind wir zum Ort des Massenmordes (Hopık) gegangen, um nachzusehen, wer getötet worden war und wer noch lebte. Unter den Toten waren ihr Mann und ihre Söhne und noch weitere Verwandte. Unter den Toten befanden sich auch schwangere Frauen, Kinder, Eltern. Süleyman Ağa und seine Frau sind unter den Leichen am Leben geblieben.“

 

Fata Hesenê Khali, 1923ine Fındıqen (Dêsım) de ama dina

“Ciamêrdi day arê, cêniy day arê, berdi Taptikê Corêni. Cêniya Memê Temıri ra pia şime Hopıke, cao ke mılet qır kerdo, eke her ca pırrê meytano. Cêni berbêne, mordem u weretê xo nas kerdêne, werte de cênıkê dıgani ki biy. Sılêman Ağa be cêniya x ora bınê meytu ra xeleşiyay ra” A sahada surgıni, jü ki ê qırkerdena.

Was bedeutet Tertele?

Die noch lebenden Überlebenden der Massaker in Dersim bezeichnen die Vorkommnisse von 1938 mit ‚Tertele’, den Tag, an dem die Welt unterging. Das Wort ‚Tertele’ ist mittlerweile in der Gesellschaft Dersims Teil des generationsübergreifenden Gedächtnisses geworden, das mittlerweile im Zusammenhang mit dem Genozid in Dersim gebräuchlich ist.