Aliyê Çê Tikmey

 Aliyê Çê Tikmey („Ali aus dem Hause der Tikmes“), geb. 1927 in Tevnası (Dersim)

Sein Vater wurde bei einem Schusswechsel getötet. Er wurde Augenzeuge der Massaker von Marçik, Qıl und Tevnası. Von seiner Familie wurden zwölf Personen getötet; er und sein älterer Bruder haben überlebt. Er selbst wurde nach Samsun, seine Bruder nach Sinop zwangsumgesiedelt. Sie konnten sich nach zehn Jahren wiedersehen.
„Dersim ist nicht irgendetwas, was man zur Sprache bringen kann... In Tewnasi sind um die 150 bis 200 Menschen getötet worden. Die Knochen befinden sind noch dort, sollte festgestellt werden.“

 

Aliyê Çê Tikmey, 1927ine Tewnaşiye (Dêsım) de amo dina

Piyê xo jü merebe de kişiyo. Sureo ke mılet pêro pia gılê Marçik u Qil u Tewnaşiye de kişto, ey be çımanê xo ra diyo. Çê ey ra 12 teni kiştê, tek o be bıraê xuyê pili ra xeleşiyê. Bıraê xo rusno Sinop

Was bedeutet Tertele?

Die noch lebenden Überlebenden der Massaker in Dersim bezeichnen die Vorkommnisse von 1938 mit ‚Tertele’, den Tag, an dem die Welt unterging. Das Wort ‚Tertele’ ist mittlerweile in der Gesellschaft Dersims Teil des generationsübergreifenden Gedächtnisses geworden, das mittlerweile im Zusammenhang mit dem Genozid in Dersim gebräuchlich ist.